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Lücken

Ihre Bedürfnisse bleiben.

 

Unterkunft & Betreuung

Viele Kollektivunterkünfte bieten geflüchteten Frauen keinen Schutz vor Gewalt. Es fehlen sicher zugängliche Sanitäranlagen und Aufenthaltsräume. Abhängigkeitsverhältnisse führen zu Übergriffen durch Bewohner, Betreuer oder Sicherheitsangestellte. → Mehr

 

Asylverfahren

Wenn geflüchtete Frauen Gewalt aufgrund ihres Geschlechts erlebt haben, können sie deswegen Asyl beantragen. Weil sie darüber nicht informiert werden und bei der Befragung auch Männer anwesend sind, können sie nicht von ihren Erlebnissen erzählen. Deshalb erhalten sie oftmals kein Asyl in der Schweiz. → Mehr

 

Opferhilfe

Das Opferhilfegesetz soll Gewaltbetroffene durch Beratungen und Therapien unterstützen. Dies gilt jedoch nicht für Frauen, die Gewalt auf der Flucht oder im Herkunftsland erlebt haben. So wird ihnen der Zugang zu spezialisierten Hilfeleistungen verwehrt. → Mehr

 

Sexuelle Rechte

Geflüchtete Frauen können in der Schweiz nicht selbstbestimmt verhüten: Sie haben kaum Zugang zu Beratungsangeboten und die Finanzierung von Verhütungsmitteln ist nicht sichergestellt. So können sie ihr Menschenrecht auf selbstbestimmte Sexualität und Familienplanung nicht wahrnehmen.  → Mehr

Reminder


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Sehr geehrte Frau Sommaruga

Geflüchtete Frauen werden systematisch vergessen! Denn das Schweizer Asylsystem wird den Bedürfnissen von Frauen nicht gerecht.

  • Asylverfahren: Geflüchtete Frauen werden nicht konsequent über ihre Rechte und frauenspezifische Fluchtgründe aufgeklärt. Aufgrund von strukturellen Hürden können sie diese auch nicht geltend machen. So werden zum Beispiel die Befragungen nicht ausschliesslich von Frauenteams durchgeführt.
  • Unterkunft und Betreuung: Kollektivunterkünfte von Bund und Kantonen sind nicht auf die Bedürfnisse von Frauen ausgerichtet und deren Gestaltung ist nirgends einheitlich geregelt. So fehlen oftmals räumlich getrennte und sicher zugängliche Sanitäranlagen und Aufenthaltsräume, was die Sicherheit der geflüchteten Frauen massiv beeinträchtigt. Mangelnde Prävention und Abhängigkeitsverhältnisse innerhalb der Unterkunft führen zu Gewalt gegen Frauen durch Bewohner, Betreuer oder das Sicherheitspersonal.
  • Opferhilfe: Das Opferhilfe-Gesetz schliesst Frauen aus, die Gewalt auf der Flucht oder im Herkunftsland erlebt haben. Ihnen wird so der Zugang zu notwendigen Unterstützungsleistungen der Opferhilfe verwehrt.
  • Sexuelle Rechte: Geflüchtete Frauen können keine selbstbestimmte Familienplanung und Sexualität leben. Sie erhalten keinen systematischen Zugang zu Beratungsangeboten zu sexueller Gesundheit. Ebenso können sie die Verhütungsmethoden nicht frei wählen und die Finanzierung der Verhütungsmittel ist nicht sichergestellt.

An diesen nicht abschliessenden Beispielen zeigt sich deutlich, dass das Schweizer Asylsystem keine Geschlechtergerechtigkeit kennt. Als Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements sind Sie für viele dieser Belange zuständig oder verfügen über den Einfluss, diese zu ändern. Die Bundesverfassung verpflichtet zur Gleichstellung von Frau und Mann – auch im Asylbereich. Spätestens mit dem Inkrafttreten der Istanbul-Konvention hat sich die Schweiz dazu verpflichtet, alle Frauen, auch geflüchtete Frauen, vor Gewalt zu schützen und zu unterstützen.

Bitte sorgen Sie dafür, dass künftig die Rechte von geflüchteten Frauen garantiert werden!

Geflüchtete Frauen* werden in der Schweiz vergessen! #RememberRefushes

Erinnere auch deine Freund*innen!